Sie sind nicht angemeldet.

  • »WaldbahnerAlex« ist männlich

Beiträge: 116

Wohnort: Südhessen/Odenwald

Beruf: Student

Hobbys: US-Modellbahnern, Hessisch babbele

Spurweite: H0

  • Nachricht senden

190

Dienstag, 9. Januar 2018, 15:39

Gruß vom Alex!

  • »Rudi Teutsch« ist männlich

Beiträge: 477

Wohnort: Dachau

Beruf: Schlosser

Hobbys: Motorrad-Enduro

Spurweite: HO

  • Nachricht senden

189

Dienstag, 31. Oktober 2017, 22:12

Hallo
Genau die große Winteranlage hat meinem Frauchen am besten gefallen.....mir hatte die Anlage " Somewhere West" von D.Roth von der ersten Convention am besten gefallen ! Da sieht man wie verschieden die Ansichten sind....
Schönen Gruss,
I am a Santa Fe Fan !!!

  • »Alaska-Wolf« ist männlich

Beiträge: 56

Wohnort: 50226 Frechen

Beruf: Pensionist

Hobbys: Alaska Railroad, H0e Ungarn, Reisen

Spurweite: H0

  • Nachricht senden

188

Dienstag, 31. Oktober 2017, 21:22

Aus menienr Sicht gesehen gibt es grundätzlich keine schlechten Anlagen oder Module . Ob kleine oder große Ausstellungstücke es gab bei der Convention Anlagen die waren "sehr gut" , andere "gut" und wieder andere noch "akzeptabel". Wobei ich auch meine dass eine der größten Anlagen mit einem winterlichen Thema im letzten der Bewertung ist. Aber da für ist so eine Veranstaltung auch da dass jeder seine Berwertung der gezeigten Exponate für sich selbst treffen sollte.
Gruß Wolfgang

Alaska Railroad : Die Wildnis auf das Angenehmste erleben

Beiträge: 1 252

Wohnort: Essen

Beruf: Bauing.

Hobbys: US Eisenbahnen, -Modelleisenbahnen, Schlepper

Spurweite: H0

  • Nachricht senden

187

Dienstag, 31. Oktober 2017, 15:55

Es waren schon mehr als zwei, drei kritisierende Stimmen.
Daraus hat sich wieder die Übliche Duskussion ergeben, ob es überhaupt erlaubt ist, von besseren oder weniger guten Anlagen zu sprechen. Da tut sich wieder der bekannte Gegensatz in der Haltung gegenüber dem Hobby auf: Anything goes oder dezidierter Anspruch. Aber das hat mit Rodgau und Horst Meier nun wirklich garnichts zu tun, das ist die Eigendynamik der Debatte.
Ich glaube, da hast Du die Diskussion fehlinterpretiert. Es ging darum, dass es Sinn macht ein qualitativ breites Anlagenspektrum zu zeigen oder ob es nur höchstqualitative Anlagen sein sollten. Es hat schon mit Rodgau zu tun, denn es betrifft das Konzept der Veranstaltung.
Warum wird die kleinste Wahrnehmung von irgendeiner Wertung sofort als destruktive Kritik verstanden? Warum wird bei der Abwehr kritischer Stimmen sofort dermaßen übertrieben?

Das verstehe ich nicht.
Ich glaube, mit der Aussage, dass da weniger gute oder evt. sogar schlechte Anlagen dabei waren, konnte jeder leben. Es ging um die Daseinsberechtigung dieser Anlagen in Rodgau. Ich habe die Antworten, zumindestens meine, eher als Hinweis darauf verstanden, dass es Gründe für das Veranstaltungskonzept gibt. Und wenn man meint Rodgau müsse die Kritieren der NMRA Convention erfüllen, dann ist bei Conventionteil vermutlich Luft nach oben, bei der Anlagenauswahl sind die Kriterien der National Train Show bereits erfüllt. Die wirklich guten Layouts sieht man in den USA auf den Layout Touren.

Wenn jemand kritisiert, muss er halt damit Leben, wenn es andere Meinungen gibt. Man muss doch zu einer Kritik eine andere Meinung haben dürfen, oder? Das sollte der Kritisierende aushalten können.
Gruß, Volker

186

Dienstag, 31. Oktober 2017, 14:39

Thomas, ich weiss nicht, ob Du nicht zuviel reininterpretierst. Es gab zwei, drei Stimmen, die fanden, dass das Qualitätsniveau etwas nachgelassen hat. Wahrscheinlich lag es daran, dass man eben nur das zeigen kann, was gebaut wurde.
Daraus hat sich wieder die Übliche Duskussion ergeben, ob es überhaupt erlaubt ist, von besseren oder weniger guten Anlagen zu sprechen. Da tut sich wieder der bekannte Gegensatz in der Haltung gegenüber dem Hobby auf: Anything goes oder dezidierter Anspruch. Aber das hat mit Rodgau und Horst Meier nun wirklich garnichts zu tun, das ist die Eigendynamik der Debatte.
Warum wird die kleinste Wahrnehmung von irgendeiner Wertung sofort als destruktive Kritik verstanden? Warum wird bei der Abwehr kritischer Stimmen sofort dermaßen übertrieben?
Das verstehe ich nicht.
Mir ist das etwas zu stammtischmäßig. Was für mich entscheidende Realität war, waren die leuchtenden Augen derjenigen, denen man einen Regler in die Hand gegeben hat, damit sie selber fahren können. Ich denke an den Jungen, der nicht mehr gehen wollte und wie behutsam er mit dem Material umgegangen ist. Ich denke an due fruchtbaren Gespräche mit Besuchern. DAS war die convention wirklich.
Grüsse, Peter


Gesendet von iPhone mit Tapatalk

BC RAILroader

unregistriert

185

Dienstag, 31. Oktober 2017, 14:05

Hi folks :cursing:

Wer noch nie in Rodgau war und sich das hier alles (bis auf wenige Ausnahmen) durchliest, wird nach diesem Voting auch niemals dorthin fahren!!! Es wird der Eindruck suggeriert, als sei es die schlechteste Convention jemals gewesen. Wird das nur hier anonymer Weise gepostet, oder auch an den Veranstalter?
Ich persönlich habe auch diesmal dort wieder die übliche Fröhlichkeit erlebt. All dies hätte man Horst Meier persönlich vor Ort vortragen können. Da wäre es nämlich an die richtige Adresse gelangt!!!!!

Schöne Grüße
Thomas

Beiträge: 1 252

Wohnort: Essen

Beruf: Bauing.

Hobbys: US Eisenbahnen, -Modelleisenbahnen, Schlepper

Spurweite: H0

  • Nachricht senden

184

Dienstag, 31. Oktober 2017, 14:04

Müsste es nicht eher heissen: "Qualität kann dann abschrecken, wenn man sich mit seinen eingebildeten Grenzen abgefunden hat."?
Ob echte oder eingebildete Grenzen ist doch gleichgültig. Der Effekt der Abschreckung kann der gleiche sein. Ich habe auch gesagt, dass man diese Abschreckung überwinden und versuchen kann, seine Grenzen zu verschieben. Aber ist da dieser Effekt bei einigen. Da ist es aus meiner Sicht gut, wenn sich jeder in einer der Anlagen wiederfinden kann, nach dem Motto jeder hat mal klein angefangen. Aus den besseren Anlagen kann man dann trotzdem lernen.

Bei einem breiten qualitativen Querschnitt wird auch für Dich noch Inspiration dabei sein.
Gruß, Volker

  • »Schraddel« ist männlich

Beiträge: 2 617

Wohnort: Darmstadt

Beruf: Querdenker

Hobbys: Treckerfahren

Spurweite: H0, 0

  • Nachricht senden

183

Dienstag, 31. Oktober 2017, 12:38

... Quasi 90% des Aufwands wird unter "ist ja eh noch nicht gut genug" abgehakt und ignoriert oder sogar lächerlich gemacht "kannst du etwa keine Kritik vertragen? Willst du Lob, bevor du perfekt bist? Net gschimpft is globt gnug", erst mit den letzten 10% kommt ein Erfolg (und danach kommt die Lobhudelei auf z.B. Lance Mindheim). ...
Es fängt doch schon damit an, wenn das Thema nicht dem eigenen selbst gewählten Horizont entspricht. Wehe es erdreistet sich einer mit Themen hier aufzuschlagen, welche nicht dem Raster des Mainstreams entsprechen.
Genau so war dieses Jahr mit Rodgau.
Ich fand die 2017er US-Convention in Rodgau in Ordnung, die Leute die ich treffen wollte habe ich getroffen, die Geschäfte welche ich machen wollte habe ich gemacht und das was ich sehen wollte habe ich gesehen. Darüber hinaus war Extrabonus.
Des weiteren kann ich es nicht verstehen warum die Convention hier so niedergemacht wird? Es sind ja nur die negativen Seiten herausgepickt und darauf herumgeritten worden. Es gehört schon ein gewisser Mut dazu mit seiner Anlage an die Öffentlichkeit zu treten.


Mit einem der Betreiber habe ich mich über den Übergang zur Hintergrundkulisse unterhalten. Ich finde das gut so wie es gelöst worden ist. Wir haben uns unterhalten warum kein fotorealistischer, sondern ein nach Fotos gemalter Hintergrund. Man hat es mit Fotos versucht, fand den Übergang aber zu harsch und hat es mit der gemalten Variante versucht. Mit als wesentlich besser empfundenen Ergebnissen. Ich habe dann ein positives Feedback hinterlassen in dem ich meinen Gefallen an dieser Lösung meinem Gegenüber geäussert habe. Die, nach meinem Empfinden, zu engen Radien oder Kontaktprobleme an Weichen habe ich gar nicht erst angesprochen, muss man auch nicht. Das werden sie irgendwann einmal selber beseitigen.





Des weiteren habe ich mir die Viertelstunde Zeit genommen um die, im übrigen vollautomatische, Fahrt der Barge an den gegenüberliegenden Anleger zu meinem Vergnügen zu beobachten. Ich kann zwar kein Kroatisch, aber der erhobene Daumen reichte als Verständigungsmittel völlig aus. Man kann sich über die modellbauerische Ausführung streiten, aber die vollautomatische Ablaufsteuerung (mit Sound übrigens) ist denen voll gelungen. :thumbsup: Soll ich das jetzt verdammen weil es noch etwas rustikal ausgeführt ist? Nee, eine Bestätigung als Motivation muss sein damit sie dort weitermachen. :thumbup: Ich denke die nächste Barge von denn wird korrektes Wasserlinienmass haben und der Schlepper ein maßstäbliches Wasserlinienmodell sein. Die Technik ist jedenfalls schon ausgetickt, man beachte die Achsbremsen auf dem Deck.
Immer daran denken, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Das sind nur 2 Beispiele was ich auf der US-Convention 2017 entdecken konnte. Ich habe mich aber auch gehütet mit einer zu hohen Erwartungshaltung da hineinzugehen oder gar mit einer negativen Grundeinstellung.
Grüsse
Schraddel
alias Lutz

Happy Owner

  • »SD40-2XR« ist männlich

Beiträge: 1 071

Wohnort: Rapperswil, Schweiz

Beruf: Elektro-Ingenieur FH

Spurweite: H0

  • Nachricht senden

182

Dienstag, 31. Oktober 2017, 12:33

...Qualität kann dann abschrecken, wenn man seine eigenen Grenzen, handwerklich oder künstlerisch, gut einschätzen kann. ...
Müsste es nicht eher heissen: "Qualität kann dann abschrecken, wenn man sich mit seinen eingebildeten Grenzen abgefunden hat."?
Modellbahnveranstaltungen sehe ich u.a. als Quelle neuer Inspirationen und Ideen. Dies schliesst auch das mit ein, was hier etwas allgemein als "höhere Qualität" bezeichnet wird. Von Anlagen welche alles so zeigen, wie es auch mein eigenes Werk in meinem Dachstock tut, kann ich nichts neues lernen.
Aber wie wir ja aus der ganzen Diskussion nun wissen, sind die Wünsche an solche Veranstaltungen individuell verschieden.

Thomas

Beiträge: 1 252

Wohnort: Essen

Beruf: Bauing.

Hobbys: US Eisenbahnen, -Modelleisenbahnen, Schlepper

Spurweite: H0

  • Nachricht senden

181

Dienstag, 31. Oktober 2017, 11:01

Ich kann Heiko nur zustimmen.

Ich habe den Eindruck, viele hier verklären die NMRA Convention. Für die Convention selbst ist das OK, aber die zugehörige National Train Show zeigt den vollen Querschnitt. Es gab gute Anlagen, aber auch Anlagen mit amerikanischen und europäischen Zuggarnituren, es gab Brücken, die im Nichts endeten. Es gab Lego, halb fertige Anlagen usw. Es gab den vollen Qualitätsquerschnitt, also das was einige an Rodgau kritisieren. Ihr könnt ja mal nach Videos der 2017 National Train Show googlen.

Was "Reverse Running" betrifft, passt es sehr gut hier zum Thema und es passt auch zum MRH. Der MRH spricht die erfahreneren Modellbahner an, aber das bedeutet doch nicht, dass man nicht tolerant sein kann.

Um noch ein letztes Mal in diesem Thread auf Tom einzugehen: Qualität kann dann abschrecken, wenn man seine eigenen Grenzen, handwerklich oder künstlerisch, gut einschätzen kann. Etliches in diesem Hobby ist zwar Handwerk, aber für glaubwürdige Landschaftgestaltung oder Altern von Fahrzeugen benötigt man mehr als handwerkliche Fertigkeiten. Dann erkennt man, dass man das die gezeigte Qualität nicht erreichen wird. Man kommt vielleicht darüber hinweg und versucht es. Dann gibt man sich halt irgendwann mit dem Erreichten zufrieden. Kommt man dann hier ins Forum, gerät man in ein Klima, in dem nur Perfektion zählt. Das betrifft ganz sicher nicht alle, aber ich kenne diese Gefühl.

Von daher widerspricht "Reverse Running" mit dem Aufruf zu mehr Toleranz durchaus den hier gelegentlich praktizierten Gepflogenheiten.
Gruß, Volker

  • »Der Kutscher« ist männlich

Beiträge: 842

Wohnort: Greiz / Vogtland

Beruf: Hog Master

Hobbys: Eisenbahn / Autos / Land / Leute Nordamerika

Spurweite: N ormalspur / NTRAK

  • Nachricht senden

180

Dienstag, 31. Oktober 2017, 10:49

@Heiko :
:appl: Danke , danke , danke ! :appl:
Du hast das in Worte gefasst , was mir bezüglich dieser Diskussion durch den Kopf ging...
beavis Jörgen beavis

ALS DEIN ANWALT EMPFEHLE ICH DIR , MIT HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT ZU FAHREN !



  • »Acela« ist männlich

Beiträge: 5 589

Wohnort: Dresden

Beruf: Flugzeugsaboteur

Hobbys: Modellbahn, PC, Photos

Spurweite: HO

  • Nachricht senden

179

Dienstag, 31. Oktober 2017, 09:17

Tom, ein paar Worte zu deinen Ausführungen bezüglich NMRA. Die mit uns zu vergleichen passt nicht, weil wir hier mit unserem Thema Außenseiter sind, die sind zu Hause aber die ?normalen?. Wenn du bei uns im deutschen Bereich schaust gibt es genau so innovative Gruppen und Veranstaltungen, Allen voran der Fremo. Wir müssen uns immer im Hinterkopf behalten das wir Teil einer klitzekleinen Randgruppe sind, da sollte man die Erwartungen an das Umfeld etwas runter Schrauben.

Wenn du also die Narrow Gauge Convention mit etwas bei uns vergleichen willst, dann müsstest du eher nach einer Fremo Jahreshauptversammlung schauen oder anderen hochklassigen Events im deutschen Bereich.


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
Micha


Americas Resourceful Railroad
________________________________________________


178

Dienstag, 31. Oktober 2017, 06:24

dieser Artikel widerspricht doch dem hier geschriebenen nicht
Morgäääähn,

deshalb ja auch treffender Artikel, passt zur Diskussion hier und zeigt, dass wir nicht nur mit unseren Modellen und Anlagen, sondern auch menschlich ziemlich nah beim Vorbild sind :thumbsup: .

Und da es vielfältige Meinungen und Einstellungen zum Hobby gibt (auch hier im Forum), werden wir wohl nie zu einem abschließenden und allgemein gültigen Ergebnis in dieser Diskussion kommen. Müssen wir ja auch nicht...

Gruss Dirk

Beiträge: 266

Wohnort: Bremerhaven

Hobbys: T-Trak irgendwo in der Wüste

Spurweite: N

  • Nachricht senden

177

Dienstag, 31. Oktober 2017, 02:49


PS: Die handwerklichen Sachen müssen stimmen. Das Gestalterische ist dann das was die guten Sachen von den richtig guten Sachen unterscheidet. Mir ist aber immer noch nicht klar, warum Neueinsteiger von Qualität abgeschreckt werden könnten.


Weil gerade beim Gestalterischen Qualität nicht eindeutig definiert ist. Das fängt beim Gleisplan an (Rangieranlage, Kreis oder Point-to-Loop/-Point), geht über die Fahrzeugauswahl (von "alles was mir gefällt" bis "nur dieser eine Zug, von dem ich ein Foto habe, wie er am 4.8.1952 ausgesehen hat") und das Betriebskonzept bis hin zur Landschaftsgestaltung (als Scherenschnitt, der den Zügen eine Bühne bereitet, als Sammlung ikonischer Vorbildsituationen, als Stein-für-Stein exakte Nachbildung von 160 Vorbild-Metern pro Anlagen-Meter...).

Und weil damit der Eindruck entstehen kann (und hier im Forum oft entsteht, ich zitiere hier sinngemäß "Irrweg, auf dem ich viel Geld verbrannt habe") nur mit mindestens dem Aufwand, der für genau diese Ausführung nötig ist, kann man Spaß haben und/oder Respekt von anderen für die Leistung bekommen. Quasi 90% des Aufwands wird unter "ist ja eh noch nicht gut genug" abgehakt und ignoriert oder sogar lächerlich gemacht "kannst du etwa keine Kritik vertragen? Willst du Lob, bevor du perfekt bist? Net gschimpft is globt gnug", erst mit den letzten 10% kommt ein Erfolg (und danach kommt die Lobhudelei auf z.B. Lance Mindheim).

Und weil das, was vermutlich zu dem gehört, was du als Qualität bezeichnest, ohne Ahnung häufig langweilig oder sogar lächerlich wirkt. Ich erinnere mich noch an meinen ersten Besuch bei einem americaN-Treffen (nicht der Korntaler Ausstellung) bei dem ich geschwankt habe zwischen "hey, das sind ja auch solche Nerds, die sich irgendwelche an den Haaren herbeigezogenen (aus meiner damaligen Sicht als Neuling) Spielregeln ausdenken und danach spielen, wie ich - aber das müsste noch viel konsequenter sein, denn ein Dampfzug 'ohne Wasser' fährt hier ja trotzdem weiter, und warum ist das Wasser eigentlich nach Zeit leer und nicht nach Strecke oder noch besser eine Kombination daraus?" und "was ist das denn für eine lächerliche Regel? Selbst wenn das vielleicht beim Vorbild irgendeinen Sinn ergibt, hier definitiv nicht". Und selbst unter americaN-ern wird über Fremo-"Uhr läuft"-HO-RE-Treffen mit Blockstellentelefon gelästert.

Wer sich lange mit einem Thema befasst, der erkennt, dass der Zug, der da gerade zum dritten Mal vor- und zurücksetzt, deswegen so langsam fährt, weil das das große Zugunglück von wasweißich nachbildet, und da war der dritte Wagen defekt, deswegen wurde der Zug in hastenichtgesehen geteilt und konnte nur in Schritttempo bis zur nächsten Betriebsstelle fahren, weil ja der defekte Wagen auf dem Gleis steht. Wer sich damit nicht damit beschäftigt, für den passiert auf der Anlage gerade nichts und das ist langweilig.

Wenn also eine Convention (oder ein Forum) den Anspruch hat, "die US-Modellbahnszene in Deutschland" abzubilden und dabei Neueinsteiger nicht zu verschrecken, dann funktioniert das nur auf Dauer, wenn andere Vorstellungen als die eigenen auch als Modellbahn anerkannt werden (sonst werden wir in immer kleinere Grüppchen zerfallen) und dem Neueinsteiger ein Spektrum von Möglichkeiten aufgezeigt wird - das heißt natürlich nicht, dass jeder alles toll finden muss, es heißt aber sehr wohl, dass Kritik in der Form "für mich wäre das nichts, weil, aber ich wünsche dir viel Spaß damit" geäußert wird statt als "das taugt doch nichts, das kann keinen Spaß machen, lass das bleiben".

Und ganz hart ausgedrückt: Dem Neueinsteiger hilft es vielleicht auch, mal einen BigBoy live im 50cm-(HO)Radius zu sehen. Oder die Superliner, die auf einem Bilder zu 3/4 neben der Kurve hängen. Oder wieviel länger als die Lok(s) muss ein Zug eigentlich sein, um als "langer Zug" wahrgenommen zu werden? Der eine sagt "oh, das sieht ja gar nicht so schlimm aus, wie diese Elite das immer behauptet" (und auch das finde ich OK - nichts für mich, aber wenn derjenige damit Spaß hat, gerne) und der andere sagt "Nee, unter 30 Wagen geht gar nicht, ich bau zwei Spurweiten kleiner und bau Module".

MfG, Heiko

  • »JT-TL« ist männlich

Beiträge: 1 101

Wohnort: Leipzig

Beruf: Eisenbahner, Gruppenleiter, Triebfahrzeugführer, Allgemeiner Betrieb

Hobbys: US-Railroads,Short Lines

Spurweite: HO

  • Nachricht senden

176

Montag, 30. Oktober 2017, 23:55

Hallo,

dieser Artikel widerspricht doch dem hier geschriebenen nicht. Jeder macht doch einen Lernprozess durch und ist stolz auf das Erreichte. Das heißt aber nicht, dass man nicht besser werden kann. Wie weit man dabei geht, entscheidet jeder für sich selbst. Aber auch die Besten können immer noch was dazu lernen. Und richtig gut ist der, der Kritik nutzt. Dazu sollte eine Convention u.a. da sein. Etwas kritisieren heißt doch nicht darauf herab sehen, jedenfalls in meinem Verständnis.

Grüße Tom

PS: Die handwerklichen Sachen müssen stimmen. Das Gestalterische ist dann das was die guten Sachen von den richtig guten Sachen unterscheidet. Mir ist aber immer noch nicht klar, warum Neueinsteiger von Qualität abgeschreckt werden könnten.

175

Montag, 30. Oktober 2017, 23:45

Zitat

Im MRH Magazine vom Oktober ist ein treffender Beitrag zur allgemeinen Diskussion hier: Joe Fugate, reverse running, Seite 292
Viel Spass beim Lesen...


Was willst Du uns damit sagen? Dass Joe?s These zur Ansprache von Neueinsteigern auf die Aussteller der Convention übertragen werden soll? Hieße das nicht die political correctness etwas sehr zu übertreiben?

Im übrigen finde ich den zitierten Beitrag etwas skurrill, wenn man ihn im Rahmen der Seiten davor betrachtet mit all den ?yes, it?s a model?-photos und Don Hanley?s editorial in der selben Ausgabe.

174

Montag, 30. Oktober 2017, 22:30

Im MRH Magazine vom Oktober ist ein treffender Beitrag zur allgemeinen Diskussion hier: Joe Fugate, reverse running, Seite 292
Viel Spass beim Lesen...

  • »JT-TL« ist männlich

Beiträge: 1 101

Wohnort: Leipzig

Beruf: Eisenbahner, Gruppenleiter, Triebfahrzeugführer, Allgemeiner Betrieb

Hobbys: US-Railroads,Short Lines

Spurweite: HO

  • Nachricht senden

173

Montag, 30. Oktober 2017, 21:41

Hallo,

die in unseren Breiten alle zwei Jahre stattfindende US-Modellbahn-Convention einer Ausstellung, wie es so viele gibt, oder einer US Model Railroad Show gleichzusetzen wird der Sache in keiner Weise gerecht. Dadurch würde unweigerlich das Niveau immer weiter sinken und die eigendliche Zielgruppe, nämlich die Leute, die sich wirklich mit US Modellbahn beschäftigen, würde nach und nach ausbleiben.
Was bedeudet eigendlich das Wort "Convention" ? Hier kann man sehen, was der Übersetzer dazu meint. Es ist gleichzusetzen mit Kongress oder Tagung - und die eben von Leuten, die sich genau dafür entschieden haben, US Model Railroading und US Railroad Modeling intensiv zu betreiben. Natürlich sind alle Modellbahnfreunde, die sich für US Sachen interessieren gern gesehen. Aber das Ziel sollte doch sein, im europäischen Rahmen eine Zusammenkunft für Gleichgesinnte zu bieten, um Kontakte zu künpfen, dazu zu lernen, sich über Innovationen zu informieren und auch um sich an einander zu messen und zu zeigen, was man selbst auf dem Gebiet geleistet hat oder auch was man beigetragen hat, das Hobby weiterzubringen. Daran ist nichts elitäres. Das wird auf anderen Gebieten auch nur gemacht. An "alten Zöpfen" zu hängen und sich gegen Entwicklungen zu stemmen, schadet dem Hobby als Ganzem. Auf der anderen Seite des großen Teiches haben die Conventions sogar Einfluss darauf, in welche Richtungen sich die Hersteller bewegen. Ganz einfach, weil hier ein Abbild des Marktes zu sehen ist.
Ich habe jahrelang in der Narrow Gauge and Shortline Gazette die Narrow Gauge Conventions verfolgt und mir eigendlich gedacht, dass es mit der hier stattfindenden US-Modellbahn-Convention ein sich in diese Richtung entwickelndes Pendant gibt. Aber so ist es wohl nicht ganz - leider.
Keine Frage, die Macher der hiesigen Convention leisten Großes. Aber es ist wie mit allem, wir alle müssen dazu beitragen, dass es was Gutes wird. Das fängt damit an, dass man sich entsprechend seinen Möglichkeiten einbringt, geht über die geforderten Ansprüche weiter und fokusiert in einer seinem Möglichkeiten entsprechenden aktiven Teilnahme. Diese sollte sich also nicht nur darauf beschränken "Züge zu gucken" und "Schnäppchen zu jagen". Da ist offener Austausch und Diskusion gefragt. Die Macher müssen dafür den Rahmen schaffen.
Hier mal die Links zu den Seiten der diesjährigen National Narrow Gauge Convention und der NMRA Convention. Daran sollten sich die Aktivitäten bei uns orientieren. So wie dort wird's wohl bei uns in der nächsten Zeit noch nicht sein. Aber auch unsere Hobbykollegen in Nordamerika habe mal kleiner angefangen.
Sicher ist es so, dass jeder in sein Werk viel von diesem oder jenem reingesteckt hat. Blos sind die Erghebnisse des jeweiligen Aufwandes sind sehr verschieden. Sich dann über Kritik erhaben zu fühlen und die Kritikübenden als eine Art "Nörgler" zu sehen, ist doch sehr anmaßend. Jede sachlich vorgebrachte Kritik ist nützlich, denn sie entfernt die "Scheuklappen", die jeder von uns trägt, treibt an, besser zu werden und führt so zu Innovation. Wer damit aber nicht umgehen kann, sollte auch nicht an die Öffendlichkeit gehen.
Und auch die Leute, die nur dort aufkreuzen, um möglichst viele bunte lange Zügen "rollern" und ihre Klischees bestätigt zu sehen, lernen was dazu - dass nämlich US Model Railroading viel mehr als das ist, dass das Hobby viele Facetten hat und viel Raum bietet, seine eignen Vorlieben zu bedienen - auch mit wenig Platz dafür - wenn man die richtige Nische gefunden hat.

Grüße Tom

172

Montag, 30. Oktober 2017, 15:17

Kann ich nicht sagen, da aus vielen Modulen bestehend und ich nicht weiß mit welchem Aufbau der Kollege sich beworben hatte.
Gruß Markus

H0 & Digital & mit Sound

Conrail Norfolk Southern CSX

171

Montag, 30. Oktober 2017, 13:23

Aussage war sie wäre zu groß.
Das ist interessant. Weißt Du, wie groß sie etwa ist?