You are not logged in.

Posts: 322

Location: Bremerhaven

Hobbies: T-Trak irgendwo in der Wüste

Spurweite: N

  • Send private message

53

Friday, May 17th 2019, 3:53pm


Der Golf I hatte ein Leergewicht von mindestens 750 Kilo und einen 1.1 Liter Motor mit 50 PS, 145 km/h und einem verbrauch im Schnitt von 9 Liter
Der Golf VII hat ein Leergewicht von mindestens 1250 Kilo und einen 1 Liter Motor (okay Downsizing ist in) mit 86 PS, 185 km/h und einem Verbrauch von 4,5 Litern im Schnitt


...und vom Golf I wurden in zehn Baujahren (1974-1983) sechs Millionen Autos verkauft (laut Wikipedia), vom Golf VII alleine im Jahr 2017 ca. 950.000 (laut VW-Geschäftsjahresbericht). Und 1980 fuhren PKW in BaWü rund 45 Mrd. Kilometer, 2005 waren es 78 Mrd. Kilometer: https://www.statistik-bw.de/Service/Vero…rag07_06_09.pdf

Damit werden alle CO2-Einsparungen der einzelnen Autos in der Gesamtbilanz überkompensiert. Und ich such mir demnächst auf der Autobahn einen Reisebus, hinter dem ich herfahren kann - damit dürfte ich etliche Prozent CO2 einsparen gegenüber meinen aktuellen "Tacho 130" und damit mehr als ein neues Verbrenner-Auto.

Und vielleicht gibt es, wenn der Wagen nicht mehr durch den TÜV kommt, dann ja Elektroautos, die meine Wünsche erfüllen. Der erste mit Anhängelast (für US-Modellbahn-Module :D) ist zumindest schonmal angekündigt...

Das löst zwar nicht sofort alle Probleme, aber es fällt uns technisch sehr, sehr viel leichter, Strom CO2-neutral zu erzeugen als Benzin (oder Methan oder Wasserstoff). Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich auch das nächste Auto wieder bis zum technischen Ende fahren will, ich mich mit einem Autokauf also für die nächsten 10-20 Jahre relativ festlege.

MfG, Heiko

Posts: 1,382

Location: Essen

Occupation: Bauing.

Hobbies: US Eisenbahnen, -Modelleisenbahnen, Schlepper

Spurweite: H0

  • Send private message

52

Friday, May 17th 2019, 10:51am

Ich habe ja gesagt, dass sich die Effizienz der Motoren stark verbessert hat. Gleichzeitig ist laut Kraftfahrt-Bundesamt die durchschnittliche Leistung aller verkauften Neuwagen von 131 PS in 2008 auf 151 PS in 2017 gestiegen. In 2018 waren es laut CAR-Institut der Uni Duisburg-Essen 153,4 PS.

Mein RAV4 hat 158 PS, die er nun wirklich nicht braucht. Ich bin früher häufiger von Essen nach Rotterdam gefahren. In Holland ca 7 l Verbrauch, in Deutschland bei 160 km/h ca. 15 l. Seitdem fahreich ganz selten schneller als 130 km/h, meine Geldbörse dankt es mir. Seine Höchstgeschwindigkeit hat der Wagen noch nie gelaufen. Uns 110 PS würden völlig ausreichen.

Es gibt viele Stellschrauben, an denen man drehen kann, auch jeder einzelne. Wenn man Klimaschutz wirklich ernst meint, muss jeder nur endlich anfangen. Eine Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen wäre mal ein Anfang. Ja ich weiß, laut ADAC können nur 2% der PKW CO2 Emissionen damit eingespart werden. Aber 50 x 2% sind auch 100%. Und der Anreiz für Hersteller immer stärkere Autos zu bauen und für Verbraucher sie zu kaufen, könnte sinken.

Und jetzt das E-Auto also Lösung für das CO2 Problem zu sehen, ist Unsinn. Das funktioniert nur, weil E-Pkw in der Flottenberechnung mit 0 Emissionen angesetzt werden dürfen. Sie sind aber nur lokal emissionsfrei. Das Batterie-E-Auto emittiert bei seiner Herstellung so viel CO2, dass je nach Randbedingungen und Fahrzeugklasse ein Vorteil für den E-Pkw erst ab 150.000 km Fahrleistung zu erwarten ist. Der ADAC hat dazu eine detailierte Untersuchung veröffentlicht. https://www.adac.de/infotestrat/umwelt-u…nz/default.aspx

Mit erneuerbarem Strom in der Herstellung und beim Verbrauch verbessert sich die Bilanz.
Gruß, Volker

  • "bigboy4015" is male

Posts: 8,268

Location: Limburg a. d. Lahn

Occupation: Stadtmarketing & Tourismus

Hobbies: der 911, der 917, US-Bahnen und Betreiber eines nicht so kleinen Forums...

Spurweite: Bei Modellbahn immer H0, sonst 1:18-1:32-1:43

  • Send private message

51

Friday, May 17th 2019, 9:35am

Tipp an die Autoindustrie, verringert die Motorleistung auf ein vernünftiges Maß und der erste Schritt ist getan.

Nur ein kleines Gedankenspiel dazu: Der aktuelle VW Golf VII hat die Abmaße eines VW Passat I, der aktuelle VW Polo locker die eines VW Golf I usw. Dazu kommt das die Autos deutlich sicherer, aber so auch schwerer wurden.

Der Golf I hatte ein Leergewicht von mindestens 750 Kilo und einen 1.1 Liter Motor mit 50 PS, 145 km/h und einem verbrauch im Schnitt von 9 Liter
Der Golf VII hat ein Leergewicht von mindestens 1250 Kilo und einen 1 Liter Motor (okay Downsizing ist in) mit 86 PS, 185 km/h und einem Verbrauch von 4,5 Litern im Schnitt

Aus eigener Erfahrung:
Unseren 2013er C4 Grand Picasso mit 1,6 Liter 120PS Motor fahre ich vollbeladen mit etwa 7,7 Litern
Unseren 2014er C3 mit 1,1 Liter, 82 PS Motor fahre ich mit wirklichen 5 Litern im Mix von je 50% Stadt und hügelige Landstraße. Autobahn, Freiburg bis Limburg, habe ich den gefahren mit 12,5 Liter für 330 Kilometer.

Mein alter Golf II mit 90 PS 1,8 Liter schaffte zwar locker 175 km und war dank seiner 900 Kilo spurtstark, aber auch besonnen unter 10 Liter kaum zu fahren.

*********************************************
Bigboy4015 - Ulrich Wolf - Cajon Pass / Nebraska / Wyoming - DB / SBB / ÖBB - DVB Straßenbahn Dresden - H0

The situation is hopeless but not serious !

Posts: 1,382

Location: Essen

Occupation: Bauing.

Hobbies: US Eisenbahnen, -Modelleisenbahnen, Schlepper

Spurweite: H0

  • Send private message

50

Friday, May 17th 2019, 12:08am

Während die Autoindustrie bei jedem neuen CO2-Höchstwert pro Auto aufschreit, aber dann trotzdem so viel mehr Autos verkauft, die mehr gefahren werden, dass in Summe keine Einsparungen erreicht werden.


Ich weiß nicht, ob man hierin der Autoindustrie einen Vorwurf machen kann. Schließlich kaufen die Verbraucher die Autos. Der CO2 Ausstoß des Verkehrssektors hat sich auch dadurch nicht verringert, dass Fortschritte in der Motoreneffizienz durch eine Erhöhung der Leistung mindestens wieder aufgehoben wurde.

Ich fahre einen Toyota RAV4 von 2010 mit dem kleinsten Otto-Motor. Für mich hätten 100 PS auch gereicht, gab es aber nicht. Die Tendenz mit jeder Modellpflege die Leistung zu erhöhen, ist trotz des bejammerten CO2 Limits ungebrochen. Die Hersteller behaupten zwar die Verbraucher würden die höhere Leistung fordern, aber niemand hat sie gezwungen, die höheren Leistung auch anzubieten.

Die Hersteller anderer Länder haben weit weniger Probleme als unsere, den Flottengrenzwert einzuhalten, da sie in der Elektromobilität weiter sind und kleinere Motoren verwenden. Tipp an die Autoindustrie, verringert die Motorleistung auf ein vernünftiges Maß und der erste Schritt ist getan.
Gruß, Volker

Posts: 322

Location: Bremerhaven

Hobbies: T-Trak irgendwo in der Wüste

Spurweite: N

  • Send private message

49

Thursday, May 16th 2019, 10:23pm

Interessant ist die Entwicklung in den USA. Bis ca. 2015 waren sie auf einem guten Weg: https://www.volker-quaschning.de/datserv/CO2/CO2-Laender.png


Interessant ist auch: In Deutschland ist der CO2-Ausstoß durch Energieerzeugung seit 1990 um rund 30% zurück gegangen. Durch die Industrie ebenfalls. Private Haushalte (hauptsächlich: Heizung) auch. Wenn das so weiter geht (durchaus möglich), sehen wir gar nicht schlecht aus und werden vielleicht in absehbarer Zeit auf den immer noch deutlich niedrigeren Pro-Kopf-Emissionswert von China kommen.

Aber im Verkehrssektor hängen wir irgendwo bei +-0... https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/P…len_2018_bf.pdf - und unser Auto-Scheuer fordert jetzt: Emissionseinsparungen, die der Verkehrssektor nicht schafft, sollen die anderen Sektoren überkompensieren. Während die Autoindustrie bei jedem neuen CO2-Höchstwert pro Auto aufschreit, aber dann trotzdem so viel mehr Autos verkauft, die mehr gefahren werden, dass in Summe keine Einsparungen erreicht werden.

Flugzeuge werden im Schnitt der letzten 60 Jahre pro Passagierkilometer jedes Jahr 2-3% sparsamer, seit 1950 angeblich um 90% (was durchaus realistisch ist, wenn man eine 35-sitzige DC3 mit Doppelsternmotoren von 1945 mit einem 150-sitizigen A320neo mit Getriebefan-Triebwerken von 2016 vergleicht). Gleichzeitig nimmt der Flugverkehr um 5% pro Jahr zu. Emissionen steigen.

Natürlich wird sich das nicht ändern, solange wir so weiter Auto fahren und Fliegen wie bisher. Egal wie oft Teile der Grünen und die ganze FDP "Klimaschutz durch moderne Technologie" propagieren.

Und genau daran erinnern uns die FridaysForFuture-Demonstranten. Endlich mal wieder. Wenn die Demos - wie in den letzten Jahren - außerhalb der Schulzeit passieren würden, hätte sie niemand mitbekommen. Und das Argument "ich geh nicht in die Schule, ich brauche nicht für die Zukunft zu lernen, weil wir keine haben" wäre dann auch nicht vorhanden.

MfG, Heiko

Posts: 1,382

Location: Essen

Occupation: Bauing.

Hobbies: US Eisenbahnen, -Modelleisenbahnen, Schlepper

Spurweite: H0

  • Send private message

48

Thursday, May 16th 2019, 9:32pm

Was alleine die Emissionen angeht wäre mal interessant zu wissen, wie viele davon auf unsere Kappe gehen. Wenn die Zahlen so stimmen wären das 85% für USA, China und Indien, holt man die nicht mit ins Boot ist die Abschaffung der Menschheit wohl beschlossene Sache...


Hier sind einige Statistiken.
Top 10 in 2016: https://de.statista.com/statistik/daten/…enten-weltweit/
Pro Kopf Ausstoß in 2016: https://de.statista.com/statistik/daten/…n-je-einwohner/

Genauso wichtig aus meiner Sicht ist eine Aufstellung der globalen historischen Emissionen von 1900 bis 2004: https://bildungsserver.hamburg.de/treibh…sionen-artikel/
Es zeigt, dass China und andere asiatische Länder sehr viel weniger CO2 emittier haben als USA, Europa etc. Wir sind die, die den hauptsächlichen Anteil an der Klimaerwärmung beigetragen haben, also sollten wir uns auch besonders anstrengen beim Klimaschutz.

Interessant ist die Entwicklung in den USA. Bis ca. 2015 waren sie auf einem guten Weg: https://www.volker-quaschning.de/datserv/CO2/CO2-Laender.png

Das ging noch bis 2017 weiter, aber ab 2017 machte sich anscheinend die neue Regierung bemerkbar: https://www.energiezukunft.eu/fileadmin/…_32526e2ffc.png
Gruß, Volker

  • "the wanderer" is male

Posts: 93

Location: Hennef

Spurweite: H0 0n30

  • Send private message

47

Thursday, May 16th 2019, 5:06pm

By the Way. Die Schülerdemos haben das Thema endlich auf's Tapet gebracht. Wie und was für Lösungen es für das Problem geben kann kann weiss momentan keiner so genau. Aber dass darüber diskutiert wird ist schon ein erster Schritt.
Erster Schritt? Erste Schritte gab es bei der Industrie schon 2003, z.B. als man den Wasserstoffmotor serienreif machen wollte. 16 Jahre später ist nix passiert, weil die Hersteller es nicht für nötig hielten, der Verbrenner lief ja gut und Druck seitens der Politik wurde nicht gemacht... Heute kommt der Motor aus Korea und wie mit vielen Dingen laufen uns andere den Rang ab. Schön blöd wenn man sich auf seinem guten Ruf ausruht, wir werden nur irgendwann feststellen müssen, dass man sich dafür alleine auch nix kaufen kann.

Was alleine die Emissionen angeht wäre mal interessant zu wissen, wie viele davon auf unsere Kappe gehen. Wenn die Zahlen so stimmen wären das 85% für USA, China und Indien, holt man die nicht mit ins Boot ist die Abschaffung der Menschheit wohl beschlossene Sache...

In diesem Sinne

  • "bigboy4015" is male

Posts: 8,268

Location: Limburg a. d. Lahn

Occupation: Stadtmarketing & Tourismus

Hobbies: der 911, der 917, US-Bahnen und Betreiber eines nicht so kleinen Forums...

Spurweite: Bei Modellbahn immer H0, sonst 1:18-1:32-1:43

  • Send private message

46

Thursday, May 16th 2019, 12:16pm

Bewusst wüsste ich nicht das bei Aufliegern des kombinierten Verkehrs andere Anforderungen an die Königszapfen gestellt werden, hier müsste man die Daten der zu verwendenden Stahlsorten vergleichen. Könnte sein das europäische Auflieger schon so eine höherer Festigkeit aufgrund einer anderen Stahlsorte bei Königszapfen haben.

Das Problem auf der Brücke in Dänemark war weniger der Königszapfen selbst sondern dessen Verriegelung auf dem Tragwagen, da muss ein relativ hoher Prozentsatz zwar verriegelt angezeigt haben, was aber so nicht stimmte.

*********************************************
Bigboy4015 - Ulrich Wolf - Cajon Pass / Nebraska / Wyoming - DB / SBB / ÖBB - DVB Straßenbahn Dresden - H0

The situation is hopeless but not serious !

Posts: 1,382

Location: Essen

Occupation: Bauing.

Hobbies: US Eisenbahnen, -Modelleisenbahnen, Schlepper

Spurweite: H0

  • Send private message

45

Thursday, May 16th 2019, 12:12pm

Das mit dem Lärmschutz bei Neu und Umbauten macht teilweise sowieso keinen Sinn. Bestes Bestes Beispiel die SBB Strecke Schaffhausen - Bülach - Zürich über Deutsches Gebiet Da musste beim Ausbau für den 30min Takt eine neue Doppelspur Insel gebaut werden.
Diese führt dummerweise durch Jestetten, eines der beiden Deutschen Dörfer. Ausbau auf 2 Gleise = neue Lärmschutzwände. Sieht heute aus wir eine Grenzschutzanlage in einem geteilten Dorf. Ein Dorf weiter (Lotstetten) wurde nur der Bahnhof zu einer Haltestelle rückgebaut. Fazit: keine Pflicht für Lärmschutzwände.
Züge fahren da genau die gleichen und genau so viele durch...


Es ist auch aus meiner Sicht unverständlich, wie weit gefasst der Bestandsschutz bei deutschen Bahnen ist. Hier ist es eine SBB-Strecke in Deutschland, aber die Regelungen scheinen ähnlich. Dass der Bestandsschutz selbst für eine deutliche Erhöhung der Geschwindigkeit oder Zugbewegungen gilt und Schallschutzmaßnahmen nur bei erheblichen baulichen Veränderungen erfolgen müssen, kann ich nicht nachvollziehen.

Was Lottstetten im Vergleich zu Jestetten betrifft, so kann ich nur den Kopf schütteln. Das macht aber Schallschutzwände nicht sinnlos. Lottstetten hat seit November 2018 einen Lärmaktionsplan: https://www.lottstetten.de/pb/site/Lotts…e%20%281%29.pdf
Er setzt auf der letzten Seite Maßnahmen zur Lärmminderungen fest, darunter auch Forderungen an die SBB wie z.B. Lärmschutzwände. Vielleicht werden sie doch noch gleichgestellt.
Gruß, Volker

Posts: 1,382

Location: Essen

Occupation: Bauing.

Hobbies: US Eisenbahnen, -Modelleisenbahnen, Schlepper

Spurweite: H0

  • Send private message

44

Thursday, May 16th 2019, 11:18am

Zitat von »GM/EMD SD70ACe«
Da die Auflieger nur mit der Königzapfen auf den Wagen, in der Wagenseitigen Sattelplatte gesichert sind.


In den USA macht man das so tagtäglich. Ich hab bewusst noch nie eine Sicherungskette im modernen US TOFC Verkehr gesehen. (vermutlich nutzt man die Ketten die im TOFC eingespart werden zur Sicherung von Militär-Transporten.


In den USA stellt die AAR besondere Anforderungen an den Königszapfen in Standard M-931, die wohl höher sind als von Truck and Trailer Manufacturers Association (TTMA) und Society of Automotive Engineers (SAE). http://www.safholland.us/us/en/products/…ruciform-series
Ist das bei uns ähnlich?
Gruß, Volker

  • "bigboy4015" is male

Posts: 8,268

Location: Limburg a. d. Lahn

Occupation: Stadtmarketing & Tourismus

Hobbies: der 911, der 917, US-Bahnen und Betreiber eines nicht so kleinen Forums...

Spurweite: Bei Modellbahn immer H0, sonst 1:18-1:32-1:43

  • Send private message

43

Thursday, May 16th 2019, 10:18am

Da die Auflieger nur mit der Königzapfen auf den Wagen, in der Wagenseitigen Sattelplatte gesichert sind.

In den USA macht man das so tagtäglich. Ich hab bewusst noch nie eine Sicherungskette im modernen US TOFC Verkehr gesehen. (vermutlich nutzt man die Ketten die im TOFC eingespart werden zur Sicherung von Militär-Transporten.)

Wobei das auch hier nicht anders ist. Einziger Unterschied ist das der Auflieger durch die schon immer bekannten Beschränkungen der Eckhöhen im Huckepackverkehr in einer entsprechenden Tasche im Wagenrahmen steht, oder das Fahrwerk mit der Ladefläche abgesenkt wird (Kangourou), dass Fahrwerk so unter der Ladeebene ist. Der Bahnwaggo muss so konstuiert sein das die Seitenträger Längskräfte übertragen können.

Es entsteht seitlich, je nach Tragwagen, mehr oder weniger hoch eine zusätzliche Führung.

Beim klassischen US-TOFC-Verkehr 89' flat oder einem Spinecar steht der Wagen auf dem Rahmen und hat seitlich nur das bisserl Blech der seitlichen "Bordwand".

Andererseits hat das Unglück in Dänemark auch massive Schwachstellen bei Taschenwagen gezeigt...

PS. So im hintersten Winkel meiner Erinnerung hab ich ein Bild eines europäischen Spinecars, aber nur für Container.

*********************************************
Bigboy4015 - Ulrich Wolf - Cajon Pass / Nebraska / Wyoming - DB / SBB / ÖBB - DVB Straßenbahn Dresden - H0

The situation is hopeless but not serious !

  • "CR&NWRR" is male

Posts: 111

Location: Schaffhausen/Schweiz

Hobbies: Model Railroad, Photo, Travelling

Spurweite: N-Scale, F-Scale Standard Gauge

  • Send private message

42

Thursday, May 16th 2019, 8:10am

An der Rheinschiene zieht dieses Argument nur wenig. Die Ortschaften waren dort schon lange vor der Bahn da, zur Zeit aus der Römerzeit. Die Bahn wurde zwischen Rhein und Ansiedlung gequetscht. Heute ziehen die Menschen weg, nur sind ihre Häuser unverkäuflich und nicht vermietbar. Aber das Rheintal ist ja nur ein Beispiel. Die Bahn ist bei Neubauten und baulichen Veränderungen verplichtet, Schallgrenzwerte einzuhalten. Bauliche Veränderungen ist immer wieder der Streitpunkt. Das dritte Gleis der Verlängerung der Betuwe Linie zwischen Emmerich war so ein Fall.


Das mit dem Lärmschutz bei Neu und Umbauten macht teilweise sowieso keinen Sinn. Bestes Bestes Beispiel die SBB Strecke Schaffhausen - Bülach - Zürich über Deutsches Gebiet Da musste beim Ausbau für den 30min Takt eine neue Doppelspur Insel gebaut werden.
Diese führt dummerweise durch Jestetten, eines der beiden Deutschen Dörfer. Ausbau auf 2 Gleise = neue Lärmschutzwände. Sieht heute aus wir eine Grenzschutzanlage in einem geteilten Dorf. Ein Dorf weiter (Lotstetten) wurde nur der Bahnhof zu einer Haltestelle rückgebaut. Fazit: keine Pflicht für Lärmschutzwände.
Züge fahren da genau die gleichen und genau so viele durch...

By the Way. Die Schülerdemos haben das Thema endlich auf's Tapet gebracht. Wie und was für Lösungen es für das Problem geben kann kann weiss momentan keiner so genau. Aber dass darüber diskutiert wird ist schon ein erster Schritt.
Liebe Grüsse

Michael

The man who never made a compromise never build a model railroad

41

Thursday, May 16th 2019, 8:07am

Das mit Container(n), Zug und Strasse(LKW) ist so eine Sache...

Mein Arbeitgeber hat ein eigenes Container Terminal (Bahn: 4 Gleise a 700m Länge, Strasse: 1 Spur a 700m Länge) Kapazitäten für 2000 40' Container und 48 Refeer Container.

Kleines Beispiel:
Seit dem 2. Mai sollten 3-mal in der Woche 72 Beladene Auflieger von Österreich auf ähnlichen Bahnwagen wie Spine Cars kommen.
Nur es ist bis jetzt noch nichts gekommen. Da es Probleme mit dem Zug. Besser gesagt mit den Österreichischen Bahnwagen gibt. Da die Auflieger nur mit der Königzapfen auf den Wagen, in der Wagenseitigen Sattelplatte gesichert sind. Der Zug befindet sich in Wien. Da die ÖBB die Weiterfahrt verboten hat.

Gesendet von meinem SM-G955F mit Tapatalk
Roman
KLUB WIRD GESUCHT HINWEISE AN MICH

BNSF RAILWAY... IM MODELLBAU

ORANGENBÄUME ZU VERKAUFEN

  • "bigboy4015" is male

Posts: 8,268

Location: Limburg a. d. Lahn

Occupation: Stadtmarketing & Tourismus

Hobbies: der 911, der 917, US-Bahnen und Betreiber eines nicht so kleinen Forums...

Spurweite: Bei Modellbahn immer H0, sonst 1:18-1:32-1:43

  • Send private message

40

Thursday, May 16th 2019, 7:42am

Wobei Container auch hier in Europa primär in Langstrecke eingesetzt werden und 800 Kilometer so roundabout Hamburg - München sind.
Ein entscheidender Faktor im Vergleich zu hier sind dabei aber auch die anderen Zuglängen mit deutlich weniger Containern je Zug in Europa.

Sagen wir ein Container muss von Lübeck an den Bodensee und wird in der Verbindung Hamburg - München per Bahn, und im Vor und Nachlauf mit LKW transportiert, dann ist die Straße entlastet. Und wenn das ganze in sagen wir 24 Stunden machbar ist, Lübeck ab 7 Uhr und Bodensee an am nächsten Tag 7 Uhr, ist das konkurrenzfähig.

*********************************************
Bigboy4015 - Ulrich Wolf - Cajon Pass / Nebraska / Wyoming - DB / SBB / ÖBB - DVB Straßenbahn Dresden - H0

The situation is hopeless but not serious !

  • "JT-TL" is male

Posts: 1,295

Location: Leipzig

Occupation: Eisenbahner, Gruppenleiter, Triebfahrzeugführer

Hobbies: US-Railroads,Short Lines

Spurweite: HO

  • Send private message

39

Thursday, May 16th 2019, 7:17am

Hallo Volker,

vielen Dank.

Grüße Tom

Posts: 1,382

Location: Essen

Occupation: Bauing.

Hobbies: US Eisenbahnen, -Modelleisenbahnen, Schlepper

Spurweite: H0

  • Send private message

38

Wednesday, May 15th 2019, 11:12pm

Hallo Volker,

wo hast Du denn das her ?

Zitat von »espee«
Was den Güterverkehr auf der Schiene betrifft,stimme ich zu. Wenn man in die USA schaut, dann sind die Class 1 RR im Containerverkehr unter 800 km Entfernung gegenüber dem Lkw nicht konkurenzfähig. Ich kenne keine Entfernung für die Bahnen in Deutschland, aber fahrten über 800 km sind hier nicht so häufig.


Im Prinzip bin ich erstmals im Forum des Trains Magazin in Diskussionen über Intermodal und seine zukünftige Entwicklung darauf gestoßen. Aber man findet es auch in Veröffentlichungen:
https://www.aar.org/article/trains-truck…al-partnership/
Zitat: Over the last few decades, railroads invested in this increasingly important segment of traffic by adding new track, raising tunnel heights and building intermodal terminals — often at port facilities. This, together with high-tech innovations, has made rail competitive for movements of 500 miles, and in some cases, as short as 250 miles.

http://bxjmag.com/intermodal-expansion/
Zitat: Intermodal can add capacity by double-stacking containers and more, making it cost-effective especially at distances of 500 miles or more.

http://www.intermodal.com/index.cfm/toda…ipping/#anchor2
Zitat: LOWER COSTS.... Optimizing your freight network by substituting intermodal rail on moves over 500 miles can result in cost savings of at least 15%.

Das ist nur eine schnelle Auswahl. Wenn sich Randbedingungen wie Dieselpreise oder Personalkosten signifikant verändern, kann sich auch die kleinste wirtschaftliche Entfernung für den Bahntransport ändern.
Gruß, Volker

  • "JT-TL" is male

Posts: 1,295

Location: Leipzig

Occupation: Eisenbahner, Gruppenleiter, Triebfahrzeugführer

Hobbies: US-Railroads,Short Lines

Spurweite: HO

  • Send private message

37

Wednesday, May 15th 2019, 9:58pm

Hallo Volker,

wo hast Du denn das her ?

Was den Güterverkehr auf der Schiene betrifft,stimme ich zu. Wenn man in die USA schaut, dann sind die Class 1 RR im Containerverkehr unter 800 km Entfernung gegenüber dem Lkw nicht konkurenzfähig. Ich kenne keine Entfernung für die Bahnen in Deutschland, aber fahrten über 800 km sind hier nicht so häufig.


Grüße Tom

  • "Der Kutscher" is male
  • "Der Kutscher" started this thread

Posts: 884

Location: Greiz / Vogtland

Occupation: Hoghead

Hobbies: Eisenbahn / Autos / Land / Leute Nordamerika

Spurweite: N ormalspur

  • Send private message

36

Wednesday, May 15th 2019, 8:59pm

:cheer: :appl: Hervorragend , Lutz ! :appl: :cheer:
Das wiederum hätte ich nicht besser schreiben können !
beavis Jörgen beavis

"ALS DEIN ANWALT EMPFEHLE ICH DIR , MIT HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT ZU FAHREN !"



Posts: 1,382

Location: Essen

Occupation: Bauing.

Hobbies: US Eisenbahnen, -Modelleisenbahnen, Schlepper

Spurweite: H0

  • Send private message

35

Wednesday, May 15th 2019, 6:52pm

Das mit dem Überschuss ist richtig, nur kann zu Spitzenlastzeiten eher kein Strom exportiert werden. Eher zu Schwachlastzeiten.
Alternative Energien haben dann den Nachteil das dort Spitzen- und Schwachlastzeiten nicht festlegbar sind, man kann zwar z.B. WIndkraftanlagen herunterregeln wenn Überlast entsteht, aber Spitzenzeiten auf Bedarf geht so nicht.


Das ist richtig, aber ich wollte nur den falschen Eindruck revidieren, wir würden generell Strom importieren müssen. Ein zusätzliches Problem sind die mangelnden Trassenkapazitäten, was dazu führt, dass Offshore Windparks abgeschaltet werden, obwohl im Süden Strom benötigt wird, weil es die Stromtrassen nicht packen. Das "fatale" ist, dass die Windparks für den Strom weiter bezahlt werden müssen, den sie erzeugen könnten.

Bei Kohlepreis muss man differenzieren zwischen den diversen Kohlearten, Stein- oder Braunkohle, Schwefelanteile...
Braunkohle aus den Tagebauen im Rheinischen Revier und der Lausitz je Tonne günstiger ist, die 200 € sind Steinkohle und Grube.

Entschuldigung, dass ich Steinkohle nicht explizit genannt habe. Ich dachte das wäre nach dem Text von der Kutscher klar, aber ich sehe gerade, dass ich vergessen habe, zu zitieren.

Lärmschutz: Könnte man die Lärmschutzwand 30 cm neben das Gleis stellen, die Wand wäre 30 cm hoch. Ich hab die Zahlen so im Kopf kann auch 30cm Höhe bei 20cm Abstand sein.

Es gibt eine vom EBA zugelassene niedrige Lärmschutzwand mit 76 cm Höhe, "KD plus". Das Schalldämmmaß soll bei 3 bis 6 dB (A) liegen. http://www.doering-stahlbau.de/laermschu…aermschutzwand/ und https://www.bayerische-staatszeitung.de/…tml#topPosition
Gruß, Volker

  • "Schraddel" is male

Posts: 2,832

Location: Darmstadt

Occupation: Querdenker

Hobbies: Treckerfahren

Spurweite: H0, 0

  • Send private message

34

Wednesday, May 15th 2019, 6:52pm

Vorausgeschickt, ich mag keinen Faschismus, weder den von rechts-braun ho_shit , noch den von grün-öko (grüner Flitzkackesmiley). Den Faschismus von Braun hat man erkannt und hält dagegen, jedoch denjenigen aus der Ecke Öko hat man noch nicht wahrgenommen.
Wenn Grüne Aussagen machen ist das irgend etwas zwischen Weglassen von Fakten bis hin zu einer glatten Lüge. Der grünen Angst-, Furcht- und Weltuntergangsindustrie kann man nichts mehr unbesehen glauben. Das muß jeder einzelne selber auf den tatsächlichen Wahrheitsgehalt überprüfen.
Des weiteren, die Grünen haben sich zwar den Umweltschutz auf ihre Fahnen geschrieben, zur Ideologie erhoben und reden viel davon, aber Umweltschutz machen sie selber nicht wirklich. Sie reden zwar intensiv davon, aber um die Umwelt sollen sich dann gefälligst die Anderen kümmern und denen schreibt dann auch intensiv vor was sie zu tun und zu lassen hätten. Hier geht es nur um die Durchsetzung einer grün eingefärbten Ideologie, koste was es wollen, auch auf Kosten der Umwelt. Und warum kommen mir diese grünen Agit-Prop Parolen so seltsam bekannt vor? :kratz) Ja richtig vermutet, die stammen noch aus den 1970er Jahren als es noch schick und in Mode war mit der Mao-Bibel in der Tasche herumzulaufen. Karlchen M. und Wladimir Illjitsch L. hätten ihre helle Freude daran. Und wo sind diese Leute dann hin als das Kommunistische System zusammenbrach? Drei mal dürft Ihr raten, wie bei einer Ampel ohne Gelbphase dazwischen. Und die Grünen sollen aufpassen, daß sie nicht in Richtung rechter Ecke abrutschen.
Wenn die Grünen mal tatsächlich etwas machen, dann ist das kurzfristig angesetzter blinder Aktionismus mit einer Nachhaltigkeit von Zwölf bis Mittag. Hier gibt es so ettliche Öko-Eseleien aufzuzählen von denen einige der Umwelt am Ende sogar geschadet haben.
Tatsächlicher Schutz der Umwelt bedarf einer gewissen langfristigen Vorausplanung, dem Ausloten von realistisch machbaren Maßnahmen und dem Durchführen von ebenfalls langfristigen (Ersatz-)Projekten. Dazu bedarf es auch eines gewissen Grundwissens, auch an technischen Grundwissen.

Ihr erinnert Euch noch an den Dampfbetrieb auf der Emslandbahn? Es waren die Grünen welche uns den Dampfbetrieb noch einige Zeit länger erhielten, denn sie wussten nicht was sie taten. :hogri:
Im Moment haben sie den musealen Dampfbetrieb nicht auf ihrem Radar.

Kraftwerke abschalten sofort! Ja sicher, aber ratet mal wer sich dann der alternativen Energie, genauer gesagt den Baumaßnahmen dafür, in den Weg stellt? Immer die gleichen grün lackierten Berufsdemonstranten (damit sind nicht die Schulschwänzer gemeint).
Grün schafft keine Lösungen. Um das zu können, müssten die Grünen auch mal FÜR etwas sein, aber das können sie irgendwie nicht, wie mit einer Art Beißreflex ist man DAGEGEN. Das gilt dann u.a. auch für neue Schienenwege.

Das ist meine Meinung.


P.S. Der nächste Vulkanausbruch kommt ganz bestimmt. Vielleicht sollte die Dummwelthilfe schon einmal profilaktisch dagegen klagen und vor Gericht wegen der zu erwartenden Feinstaubbelastung ein Ausbruchsverbot durchsetzen?
Grüsse
Schraddel
alias Lutz

Happy Owner