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  • »jpachl« ist männlich

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9

Dienstag, 9. September 2008, 11:34

Zitat

Original von Conrail
Einzig hinter verschlossenen Türen, da gibt es sie noch, die Kenner und Spezialisten, die Auskenner und Wissbegierigen. Ich bleibe auch lieber im Kreis von Gleichgesinnten hinter verschlossenen Türen, habe mir das dumme Geschwätz der Schachtelstapler und Katalognummernsammler lange genug angehört.
Wenn Industrie und F(l)achpresse schon kein Interesse mehr an einem höhren Niveau haben sondern nur noch Auflagenstärke und verkaufte Stückzahlen zählen ... ich muß mich nicht präsentieren.

Genau! Unsere Auffassungen decken sich vollkommen.

Zitat


Wenn Konzeptionslosigkeit der einzige Antrieb ist, dann hat man natürlich ein Problem. Mit einem Konzept fällt erst auf wie wenig es eigentlich ist, der Rest ist dann für die anderen.

Es gibt übrigens ein Forum, das sich ausschließlich mit sinnvollen Anlagenkonzeptionen abseits des Kreisverkehrs befasst:

Modellbahnanlagen-Design-Forum

Da geht es zwar nicht speziell um US-Anlagen, aber es wird auch schon mal der MR zitiert, speziell die "philosophisch" orientierten Beiträge (Toni Köster u.a.).

Jörn

8

Dienstag, 9. September 2008, 10:18

Tja, die öffentlichen Ausstellungen verlieren immer mehr an Qualität. Selbst in einst angesehenen Clubs und Vereinen macht sich schleichend Dekadenz breit.

Einzig hinter verschlossenen Türen, da gibt es sie noch, die Kenner und Spezialisten, die Auskenner und Wissbegierigen. Ich bleibe auch lieber im Kreis von Gleichgesinnten hinter verschlossenen Türen, habe mir das dumme Geschwätz der Schachtelstapler und Katalognummernsammler lange genug angehört.
Wenn Industrie und F(l)achpresse schon kein Interesse mehr an einem höhren Niveau haben sondern nur noch Auflagenstärke und verkaufte Stückzahlen zählen ... ich muß mich nicht präsentieren.

Es ist ein Hobby und keine Mission. Selbst wenn von heute auf morgen alle Hersteller wegbrechen, ich habe genug und was noch fehlt wird dann eben selber gemacht und dabei habe ich keine Zeit für das Freizeitelend anderer Leute :evil:

Zitat

Original von MainstreetUSA
Eventuell wissen die Leute gar nicht mehr, von welchem Geld sie was aus den Neuheitenprospekten ordern sollen, die so dick sind wie das Telefonbuch einer Kleinstadt...


Wenn Konzeptionslosigkeit der einzige Antrieb ist, dann hat man natürlich ein Problem. Mit einem Konzept fällt erst auf wie wenig es eigentlich ist, der Rest ist dann für die anderen.
In den letzten Monaten habe ich sehr wenig für N-scale ausgegeben. Die Masse war da, aber nichts weiter was in mein Konzept passte.
Gruß Markus

H0 & Digital & mit Sound

Conrail, Norfolk Southern , CSX ... und BNSF ist auch ganz nett

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Conrail« (9. September 2008, 10:21)


7

Montag, 8. September 2008, 21:51

Zitat

Original von MainstreetUSA
Eventuell wissen die Leute gar nicht mehr, von welchem Geld sie was aus den Neuheitenprospekten ordern sollen, die so dick sind wie das Telefonbuch einer Kleinstadt...


IMHO ein nicht zu unterschätzendes Problem.

Zitat

Original von LiquidFantasy
z.B. der Spielwarenhändler in der nächsten Ortschaft, dem dank Mitgliedschaft im VEDES Verband vorgegeiert wird, was in den Regalen nicht fehlen sollte.


Nun, bei mir führt das dazu, daß ich im Internet bestelle. Das dürften inzwischen viele machen, und das führt wiederum dazu, daß die örtlichen Händler mit der Zeit immer weniger anbieten. Und so fort. Ein Teufelskreis.

Zitat

Original von MainstreetUSA
oder ihre Gleise gescheit einzuschottern.


Was das Einschottern angeht: Selbst im Walthers-Katalog (Spur N) gibt es Fotos von Anlagen, auf denen Kato-Gleise zu sehen sind.

Allerdings scheint mir die US-Modellbahnszene in der Tat kreativer zu sein. Warum? Wenn ich mir die Anlagen im Model Railroader so anschaue und mit denen in einem deutschen Magazin vergleiche (lese ich nur kurz im Bahnhofskiosk), dann unterscheiden sich US-Modellbahnen mit ihrem Point-to-Point-Verkehr wohltuend von den Kreisanlagen bei vielen Deutschbahnern. Wobei ich hier keinem zu nahe treten will, denn es lassen sich bestimmt tolle europäischen Bahnen aufbauen - wenn man will.

Und ja, bei mir geht es auch nur langsam voran.

Cheers
Javier

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6

Montag, 8. September 2008, 21:10

Zitat

Original von LiquidFantasy
Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass sich immer weniger Leute zeitintensiv mit dem Hobby befassen?

Natürlich spielt das eine Rolle. Für Leute in hochqualifizierten Berufen oder gar Selbständige ist selbst die 40 h-Woche schon lange Vergangenheit. Und selbstverständlich nehmen Internet und PC einen immer größeren Teil der ohnehin knappen Freizeit ein. Ich sehe das aber nicht unbedingt negativ. Man kann auch mit wenig Zeit das Hobby Modellbahn auf anspruchsvolle Weise betreiben. Wenn man wenig Zeit hat, muss man nicht darauf ausweichen, Schachteln zu sammeln oder eine alberne Spielanlage zusammenzuschrauben. Man kann z.B. auch ein kleines Diorama bauen, an dem man vielleicht nur alle paar Wochen mal etwas macht, aber es entsteht etwas Anspruchsvolles. Ich komme manchmal monatelang nicht dazu, auch nur irgendetwas zu bauen. Die wenigen Dinge, die trotzdem entstehen, sind dann aber wirklich vorzeigbar. Dass die Masse der Spielbahner lieber Schachteln einstapelt und gelegentlich Züge kreisen lässt, ohne die Peinlichkeit des eigenen Tuns auch nur zu bemerken, liegt neben dem Zeitfaktor vor allem an der heute etablierten Konsummentalität. An die Stelle des aktiven Schaffens ist der passive Konsum getreten. Die Modellbahn ist da nur ein Beispiel von vielen.

Nur, es bringt nichts, sich darüber aufzuregen. Man muss sich dieser Welt ja nicht anschließen. Noch gibt es genug Nischen, in denen man sein Hobby abseits des Mainstream ausleben kann. Wie sagte Joseph Weizenbaum so schön: "Es gibt Inseln der Vernunft auf dieser Erde, in einem Meer des Blödsinns."

Jörn

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jpachl« (8. September 2008, 21:19)


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Montag, 8. September 2008, 20:51

Zitat

Original von LiquidFantasy
Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass sich immer weniger Leute zeitintensiv mit dem Hobby befassen? Es muss schnell gehen, und da greift man eben am besten zu den Waren, die am einfachsten zugänglich sind, z.B. der Spielwarenhändler in der nächsten Ortschaft,..........



dies ist ein allgemeines problem dieser zeit, das fehlen der geduld. Andererseits müssen die eltern die kinder an das hobby heranführen, ihnen auch handwerkliche aspekte( die nun mal zu jedem kreativen modellbauhobby dazugehören)beibringen. Wie kann nun jemand, der den ganzen tag vor dem computer sitzt und kaum einen nagel gerade in die wand bekommt, seinen kindern zeigen, wie man mit einer stichsäge auffährten aussägt?
Da half auch keine alpha bahn und nun ein zirkus modlino oder irgendwelche spanner autos....auch keine halbherzig ausgeführten jugend-motivier (und letztendlich selbstbeweihräucherungs) veranstalltung auf diversen messen. Somit sieht eine anlage eben entsprechend den handwerklichen fähigkeiten aus.

Eine geldfrage ist dies nur zweitrangig, war eine modellbahn schon immer teuer.
Wenn man sich alten (auch deutsche-oder gerade die - das märklin magazin mit eingeschlossen) zeitschriften betarchtet, fallen hier bastel und umbautricks auf, die mitnichten gross geld gekostet hätten, aber individuelle modelle zustande brachten. Diese bastelkniffe und um-und eigenbauten fehlen fast völlig. Stattdessen bauen wirkliche künstler aus unmengen silflor die tollsten landschaften...für den normalverdiener eher unerschwinglich---

Vielleicht ergeht ja nochmals ein ruck durch die modellbahnlandschaft mit dem verscheiden eine grossen schwäbischen unternehmenes, das ja auf ewige sammel und kaufkraft der leute gebaut hat, den tod (der modellbahner-ja ist hart-ist aber so) ausser acht gelassen hat, an den jugendlichen (hoffnungsträgern) teuer vorbei gearbeitet hat.

Desweiteren werden die anlagen ja von den veranstalltern (sprich messe oder verband) selbst ausgesucht (vielleicht lassen bei betreffenden personen ja die sehkraft nach....). Und solange in d noch eine modellbahnmafia zugange ist und eine messeteilnahme nicht!!!! von der qualität des exponates, sondern von der zugehörigkeit (früher nannte man das "das richitge parteibuch besitzen") in eine der gruppierungen abhängig ist, so lange werden uns auf ausstellungen immer wieder solch angeführten beispiele begleiten (wer glaubt, in dortmund, münchen etc. seien bessere dinge ausgestellt, der irrt).

bleibt nur abzuwarten, wie es sich weiterentwickelt, viel einfluss kann man ja eh nicht nehmen

Elmar

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Montag, 8. September 2008, 14:27

Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass sich immer weniger Leute zeitintensiv mit dem Hobby befassen? Es muss schnell gehen, und da greift man eben am besten zu den Waren, die am einfachsten zugänglich sind, z.B. der Spielwarenhändler in der nächsten Ortschaft, dem dank Mitgliedschaft im VEDES Verband vorgegeiert wird, was in den Regalen nicht fehlen sollte.

Dies ist allerdings ein Aspekt den wir heuer in allen Bereichen wieder finden! Es ist nicht nur unser Hobby betroffen dass sich hier in der Allgemeinheit kaum weiter entwickelte...

Einen einfache Rechnung:
Wo einst die 35 Stundenwoche weit verbreitet war, kaum jemand ein Handy besaß, das Internet ein Begirff war den man zwar schon mal hörte, man aber noch nicht wirklich wusste was sich dahinter verbirgt, gab es einfach mehr Freizeit um sich mit einem Hobby auseinander zu setzen. Es wurden Hefte und Bücher konsumiert, die Informierten und viel Anregung zum selber bauen mit sich brachten. Loks, Wagen, Bausätze und Co. waren im Verhältnis der DM nicht unbedingt günstig, und man plante und überlegte, und sparte sogar auf den einen oder anderen Schatz (ob DC oder AC spielt hierbei keine Rolle)

Wie schaut es heute aus?
bei fast 40h durschnittlicher Regelarbeitszeit, dem PC der ständig rumzickt und das tolle Trainsimulator Spiel, dann Kabelanschluss oder SAT TV mit mehreren hundert Kanälen voller Unterhaltung, und schnell bemerkt man dass es gerade 24 Uhr wurde und man ja noch nichts an der Eisenbahn machte! Dann eben morgen ... ?


Meiner persönlichen Meinung/Erfahrung nach geht heut viel mehr Zeit für "Anderes" drauf wie für das eigentliche Hobby - Ich bin das beste Beispiel, oder eben auch mein Daddy (Baujahr 54) ... von wem habe ich mich wohl in frühster Kindheit vom Modellbahnfieber anstecken lassen?

Nur ist es eben so dass ich in wenigen Jahren Modellbahntechnisch mehr Fortschritt erziehlt habe wie er ... immernoch sind 50% des gesamten Dachstuhls ausgebaut mit einem Grundgestell, was dort unverändert seit 15 Jahren steht ... Wenn ich mir nun überlege wieviele Stunden er täglich vor dem PC oder TV verbringt, tja dann wundert mich nix mehr.

Und die hier zu sehenden Anlagen http://www.modellbahnboerse.org/kevelaer2008.htm wären dann schon beinahe ein unerreichbares hohes Ziel für ihn: Züge, die vollautomatisiert um den Kreis fahren, und dann auch noch zeitglich - Das Wunder der Digitalisierung
:wow)

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3

Montag, 8. September 2008, 14:00

RE: Das Aussterben der Selbermacher oder vom Verschwinden der Kreativität

Zitat

Original von Schraddel
Alles was über die Disziplinen Kaufen und Einstapeln von Schachteln darüber hinausgeht überfordert den Durchschnitt.

Wozu auch Geld für eine kreative Umgebung der Schachtelinhalte ausgeben. :hmm: Schön das Geld für die Neuheiten der Hausmarke aufheben! :idea:
Gruß Dirk

Cajon Pass in H0
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Long Valley Backwoods Craftsman Kit´s in 0n30 + F 1:20.3 & Scale Lumber Sawmill

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2

Montag, 8. September 2008, 13:20

Das Aussterben der Selbermacher oder vom Verschwinden der Kreativität

Nein Mainstreet USA Du hast nicht zuviel geschwafelt.
Du hast nur zusammengefasst was wohl schon viele hier unterschwellig gewusst oder geahnt haben. Siehe auch hier im Forum die Rubrik Gelaber.
Solche Ausstellungen spiegeln nur den Zeitgeist wieder. Sie repräsentieren den grössten Teil der Bevölkerung die sich mit der elektrischen Miniatureisenbahn beschäftigt. Eine jahrelang systematisch herangezogene obrigkeitshörige Kaufklientel kann nicht einfach so Fantasie und Kreativität entwickeln.
Alles was über die Disziplinen Kaufen und Einstapeln von Schachteln darüber hinausgeht überfordert den Durchschnitt.
Auch will man sich nicht mit dem Vorbild auseinandersetzen und hält sich lieber an das was die Hersteller und die Prollsendungen der Privatfernsehsender vorgeben. Man braucht nur man die einschlägigen Foren zu durchstöbern.
In diesem Zusammenhang hat auch das "Miniaturwuselland" eine aus Sicht des ernsthaften vorbildorientierten Modellbahners negative Vorbildfunktion.
Weil Denken, Vorbildrecherche betreiben und Ausloten der eigenen Fähigkeiten ist ja anstrengend, man konsumiert da lieber kritiklos. Lieber hechelt man dem Modetrend hinterher und legt sich sündteuere Modelle zu die man eigentlich gar nicht braucht, aber kauft weil der Kollege sie auch kaufen will.

Auf solchen öffentlichen Ausstellungen sollte eigentlich eine Elite zu sehen sein und nicht der Inhalt eines entrümpelten Kellers. So was hat Beuys damals gemacht, der es aber auch verstanden hat durch Suggestion den Krempel als Kunst hinzustellen. Diese Suggestion war die eigentliche Kunst daran.
Grüsse
Schraddel
alias Lutz

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Montag, 8. September 2008, 12:08

Herbstgedanken

Allenthalben werden jetzt wieder die Turnhallen gefüllt mit Züglein verschiedener Art, die - entweder in kreisförmigen Bewegungen eilig keinem Ziel zustreben, oder in unendlicher Gemächlichkeit hin- und her patroullieren.

Was da kreucht und zuckelt, sieht üblicherweise so aus:

http://www.modellbahnboerse.org/kevelaer2008.htm

Wir haben das an anderer Stelle schon betrachtet. Es ist, und daran geht kein Weg vorbei, eine treffende Zustandsbeschreibung des öffentlich gemachten Teils einer Frezeitbeschäftigung, der wir - ein jeder auf seine Weise - ebenfalls frönen. Im vorliegenden Fall trifft die "Momentaufnahme" nicht nur auf das Gezeigte, sondern gleichfalls auf das Beobachtete (ein nicht unwesentlicher Unterschied!) und nicht zuletzt auf den Betrachter zu.

Parallel dazu ergießt sich in vielen anderen Foren, in den Wirtschaftsseiten der Zeitungen und in sonstigen Medien ein nicht enden wollender Strom von Meldungen über den Gesundheitszustand namhafter Hersteller von technischen Spielwaren und für passendes Zubehör; Schicksale, Rettungsversuche, gescheiterte Hoffnungen und den Weg allen Eisens.

Aus meiner eigenen Perspektive ist hier nicht nur unterschwellig ein Zusammenhang feststellbar: Trotz der Digitaltechnik und der ihr zu verdankenden, zahlreichen Gimmicks scheint rein optisch ein Stillstand auf den gezeigten Anlagen eingetreten zu sein. Vielleicht kommen die Leute vor lauter Tuten und Blasen gar nicht mehr dazu, ihre Landschaften fertigzustellen oder ihre Gleise gescheit einzuschottern. Möglicherweise verlieren sie, wie die Hersteller das Kapital, die Lust am Bauen und Gestalten. Eventuell wissen die Leute gar nicht mehr, von welchem Geld sie was aus den Neuheitenprospekten ordern sollen, die so dick sind wie das Telefonbuch einer Kleinstadt...

Während die Entscheidungsträger in den Firmen den Schuß immer noch nicht gehört haben, ist er in den Modellbahnkellern bereits verhallt. Das kaum wahrnehmbare Echo ist vielleicht noch auf der einen oder anderen Ausstellung zu erahnen....

Vor diesem Hintergrund erscheint es mir je länger je mehr sinnvoll, bei der Organisation von Ausstellungen auf das Niveau der Exponate zu achten. Es gilt zu zeigen, dass die Loslösung von "Fertiggerichten" durchaus möglich und Kreativität noch nicht ausgestorben ist im Lande der einst mit elektrischem Eisenbahnzeug Überversorgten .

Wieder zuviel geschafelt??? :boring) :boring)
Martin




As they say in Beirut, Shiite happens.